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  • 22. July 2026

Am langjährigen Projekt „Klimaschule Lippstadt“ haben auch im Schuljahr 2025/2026 wieder zahlreiche städtische Schulen begeistert mitgewirkt. Das erfolgreiche Projekt existiert bereits seit 1998 und ist in der Zwischenzeit immer wieder angepasst und neu justiert worden - zuletzt im Jahr 2025.

Im Schuljahr 2025/2026 nahmen 15 Lippstädter Schulen an 17 Standorten am Projekt teil und durften sich kurz vor den Ferien bei der feierlichen Prämierungsveranstaltung im historischen Ratssaal über eine Auszeichnung in Bronze, Silber oder Gold freuen. Insgesamt fünfmal Bronze, viermal Silber und achtmal Gold konnte Bürgermeister Alexander Tschense zusammen mit einer finanziellen Anerkennung an die Schulen übergeben.

Spitzenreiter mit einer Auszeichnung in Gold mit 32 Punkten war diesmal die Drost-Rose-Realschule. Die Gesamtschule Lippstadt (31 Punkte) und die Niels-Stensen Schule (29 Punkte) folgten dichtauf. Die Punkte werden anhand von Maßnahmen berechnet, welche die Projektschulen im Laufe des Schuljahres umsetzen. Dabei können sie aus einem Maßnahmenkatalog wählen und zusätzlich eigene Ideen entwickeln. Ziel ist immer die Sensibilisierung für den Klimaschutz und den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Das Hanse-Kolleg, die Kopernikusschule und die Edith-Stein-Realschule stellten im Rahmen der Prämierungsveranstaltung jeweils ein exemplarisches Projekt aus dem Schulalltag vor. Am Hanse-Kolleg wurde im vergangenen Schuljahr eine Pfandtonne eingeführt, die mittlerweile sehr gut angenommen wird. Die Pfandflaschen und -dosen, welche vormals im Müll landeten, werden nun dem Recycling zugeführt und die Einnahmen daraus dem örtlichen Tierheim gespendet.

An der Edith-Stein-Realschule entwickelten Schülerinnen und Schüler im Kunstunterricht aus Müll innovative Ideen für zukunftsweisende Produkte. Jonas Ignorek, vom begleitenden Energiebüro e&u zeigte sich besonders beeindruckt davon wie der „KopeKreisel“ der Kopernikusschule den Nachhaltigkeitsgedanken mit sozialer Gerechtigkeit verknüpft. Der „KopeKreisel“ ist ein schuleigener Secondhandbasar für gebrauchte Kleidung, der jeden Mittwoch geöffnet hat und sich großer Beliebtheit erfreut. Für besondere Spannung sorgte die Verlosung des mit 2.000 Euro dotierten Sonderpreises, der in diesem Jahr zum ersten Mal ausgelost wurde. Teilnahmeberechtigt waren alle Projektschulen, die mindestens den Bronzestatus erreicht hatten. Gewinner des Sonderpreises im Jahr 2026 ist das Hanse-Kolleg. Der Gewinn ist für Klima- und Umweltschutzmaßnahmen zu verwenden, über die genaue Bestimmung darf die Schule selbst entscheiden.

„An dem freiwilligen Projekt haben trotz der zahlreichen Herausforderungen im Schulalltag 15 von insgesamt 19 städtischen Schulen teilgenommen und ein bemerkenswertes Engagement an den Tag gelegt. Das finden wir sehr ermutigend“, resümiert Heike Paesel, die das Projekt von städtischer Seite aus zusammen mit dem Energiebeauftragten Burkhard Alkemeier vom Fachdienst Gebäudewirtschaft betreut. Auch Bürgermeister Alexander Tschense und Jonas Ignorek vom e&u Energiebüro zeigten sich beeindruckt vom Engagement und hoffen, dass auch im neuen Schuljahr wieder viele Schulen teilnehmen werden.

Erstmalig wurde die Veranstaltung auch musikalisch unterstützt. Mit bekannten Titeln sorgte das Orchester der Drost-Rose-Realschule zusätzlich für gute Stimmung im Rathaussaal und erhielt viel Applaus von den Anwesenden.